Fragen zum Echolot

Alles rund um das Echolot
Benutzeravatar
Alex66
Beiträge: 30
Registriert: 28.05.2015, 18:58
Meine Gewässer: Obersee und Zürichsee
Wohnort: Jona

Re: Zürichsee / Fangberichte 2017

Beitrag von Alex66 »

Hallo zusammen

immer wieder lese ich davon, dass die Hegene auf dem Echolot sichtbar ist.
Peter schreibt sogar davon, den Wirbel der Hegene zu sehen.
Bei mir kommt das aber eher selten vor, dass ich überhaupt ein Signal der Hegene/Blei zuordnen kann. Mit den Einstellungen habe ich zwar experimentiert, bisher ohne Erfolg.
Ich benutze ein Lowrance Elite 7 Ti.

Hat mir einer einen Tipp?

Grüsse

Alex

Benutzeravatar
jochen68
Beiträge: 269
Registriert: 04.10.2015, 09:41
Meine Gewässer: Sauerland-Talsperren
Wohnort: Schwerte

Re: Zürichsee / Fangberichte 2017

Beitrag von jochen68 »

Hi Alex,

... benutze das gleiche Echo wie du. Ich sitze meist Richtung 2/3 Boot im Bug auf der Sitzbank. Sehen tue ich Wirbel und Blei bei MEINEN EINSTELLUNGEN und ca. 12-16m Tiefe nur dann, wenn ich über Mitte des Bootes hinaus Richtung Heck fische. Der Geber ist am Heck. Die Einstellung ist so, dass ich gerade keine Störsignale auf dem Schirm habe und zwar fische ich immer mit High Chirp (enger Kegel), wenn ich suche, nutze ich auch Medium Chirp (weiterer Kegel).

VG

Benutzeravatar
Raubleugel
Beiträge: 310
Registriert: 01.02.2013, 20:38
Meine Gewässer: Zürichsee
Wohnort: Uetikon am See

Re: Zürichsee / Fangberichte 2017

Beitrag von Raubleugel »

Guten Abend Alex66. Blei und Hegene sehe ich auch auf meinem eher bescheidenen Echolot Garmin 160. Würde mich auch wunder nehmen ob die anderen Forummitglieder das auch alles auf dem Echolot sehen.

Grüsse Raubleugel :lol:

Benutzeravatar
Hubert
Beiträge: 212
Registriert: 25.02.2011, 12:04
Meine Gewässer: Chiemsee, gelegentlich andere oberbayerische Seen
Wohnort: Tittmoning
Kontaktdaten:

Re: Zürichsee / Fangberichte 2017

Beitrag von Hubert »

@Alex: mit diversen Einstellungen experimentieren. Bei den Einstellungen 200 khz bzw. high chirp ist der Kegel so eng, dass du die Hegene in Gebernähe bzw. natürlich senkrecht darunter haben musst (auch natürlich abhängig von der Tiefe).

Hier zwei originale Screenshots eines Lowrance HDS Gen2

Hier sieht man schön, dass sich die Sichtbarkeit bzw. Auflösung mit geringerer Tiefe deutlich erhöht. Die Linien werden von Wirbel, 5 Nymphen und Bleigewicht erzeugt.
shot 17.png
Sind Fische im Echolot-Bereich, kann das z.B. so aussehen. Ich erinnere mich nicht mehr, aber auf dem Bild war wahrscheinlich ein Biß, welcher nach kurzem ausgestiegen ist.
chiemsee_21.png

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass ich bei meinem aktuellen Echolot (Lowrance HDS 7 Gen3) im Normalfall keine Nymphen sehe. Ich denke, das ist der aktivierten Störunterdrückung und der etwas reduzierten Empfindlichkeits-Einstellung geschuldet. Mir ist das aber zugunsten eines klareren Bildes mit nur wenigen Störungen egal. Ich weiß ja, dass die Hegene da ist. ;)
Das Blei / Tungsten erscheint normal, wenn man etwas anhebt. Das reicht mir.

Zur genauen Vorstellung vielleicht noch ein Beispiel: Die tatsächliche Abdeckung eines Echolotes hat etwa die Form wie ein fallender Tropfen. Direkt am Boden ist also nur ein sehr kleiner Bereich abgedeckt, welcher sich etwas über dem Boden erst deutlich vergrößert und dann wieder bis zum Geber hoch auf (fast) null verkleinert. Ein direkt ab Boden befindlicher Gegenstand in einiger Entfernung von der senkrechten Geberachse wird also nie auf dem Echolot sichtbar sein. Der Grund liegt darin, dass ein Echolot bei einer bestimmten Tiefe von z.B. 10 m alles ignoriert, was weiter als 10,0 m vom Geber entfernt ist. Ein Gegenstand mit einer Entfernung von 2 m zur Geberachse, welcher direkt am Boden ist, hat aber eine tatsächliche Entfernung von 10.2 m zum Geber.
Wer sich mit solchen Berechnungen spielen will, ohne Formeln dazu zu bemühen, kann entsprechende Werte in dieser Homepage eingeben:
http://www.arndt-bruenner.de/mathe/scri ... sehnen.htm

Falls jemand noch genauer in diese Materie einsteigen will, kann er sich ja die technischen Daten eines Airmar Gebers zu Gemüte führen. Im unten verlinkten Dokument sind die Spezifikationen eines Airmar TM 150 Gebers zu finden. Auf dem Dokument unter 'Transmit Radiation Pattern' (rechtes Bild) sieht man die Abdeckung dieses Gebers bei 155 khz. Das Bild muss man sich im 180 Grad gedreht vorstellen, im Bild ist also der Gewässergrund oben, der Geber ganz unten dargestellt. Alles, was von der roten Linie umschlossen ist, kann man auf dem Echolot sehen, alles außerhalb erscheint nicht auf dem Bildschirm. Ein Gegenstand direkt am Gewässergrund kann demnach auch nur am Bildschirm sein, wenn er genau senkrecht unter dem Geber ist.
http://www.airmar.com/uploads/techdata/95-155a.pdf
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß vom Chiemsee :)
Hubert

www.coreboat.com

Benutzeravatar
Felchenzauber
Beiträge: 122
Registriert: 02.12.2008, 02:49

Re: Zürichsee / Fangberichte 2017

Beitrag von Felchenzauber »

Hallo Hubert,
danke für den interessanten Bericht und die Bilder.
PS: Auch ich kann je nach den Einstellungen meine 5 Nymphen,Blei und Wirbel auf dem Bildschirm sehen. Ich nutze das Lowrance HDS 5.

Gruss
Felchenzauber

Benutzeravatar
pebecke
Administrator
Beiträge: 920
Registriert: 15.06.2014, 13:53
Meine Gewässer: Zürichsee

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von pebecke »

Da ich meine Geber hinten außen am Heck habe, ist meine Hegene eigentlich immer unter dem Geber.
Meine Echolote haben nur eine Zoom Einstellung, die ich in der Regel an habe. Die Empfindlichkeit ist so eingestellt,
das ich keine störenden Nebeneffekte wie Pünktchen etc. habe. Geht ganz gut auch mit der Automatik Empfindlichkeit.
Meine Nymphen hingegen sehe ich erst so ab 12 meter, dafür ist es dann wahrscheinlich doch wieder zu günstig.
Dennoch bin ich mit meinen "Günstigen" Echolots sehr zufrieden, da es mir doch in erster Linie die Tiefe und die Fische anzeigen soll.
Das mit dem Blei und dem Wirbel ( Perle) ist ein schöner Nebeneffekt.
Petri Heil und Gruss vom Zürichsee
Peter
Admin Felchenforum

Benutzeravatar
Alex66
Beiträge: 30
Registriert: 28.05.2015, 18:58
Meine Gewässer: Obersee und Zürichsee
Wohnort: Jona

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von Alex66 »

An euch alle

habt recht herzlichen Dank für eure Berichte.
Ich werde mich nochmals mit der Materie beschäftigen und testen.
Dank euch weiss ich nun, dass es eigentlich klappen muss und es somit an mir liegt bzw. an den gemachten Einstellungen ;-)

Grüsse

Alex

Benutzeravatar
jochen68
Beiträge: 269
Registriert: 04.10.2015, 09:41
Meine Gewässer: Sauerland-Talsperren
Wohnort: Schwerte

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von jochen68 »

Im Zusammenhang mit Huberts Ausführungen vielleicht noch ein Tipp, um das Echolot besser zu verstehen:

Der große Echolot Ratgeber: So fängt man Fische!
Gebundene Ausgabe – 5. Januar 2017
von Martin Jacobs (Autor),‎ Jens Biegemeier (Autor)

Ich habe es mir zugelegt und es ist m. M. nach technisch sehr gut und auch verständlich geschrieben. Hier gibt es auch 20 Seiten zum Probelesen:

https://www.fischfindertest.de/produkt/ ... -ratgeber/

Benutzeravatar
Rainbowwarrier
Beiträge: 212
Registriert: 12.05.2012, 20:31
Meine Gewässer: Bodensee

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von Rainbowwarrier »

Also ich habe meine Hegene auch immer im Bild gehabt.
Sehr eindrucksvoll, wenn man seine Hegene beobachtet und wenn ein Fisch ins Bild kommt, die Hegene leicht angehoben wird und schon merkt man den Biss.
Die Geber waren am Heck angebracht und wir fischten etwa 11/2 Meter davor.
Bild
Das dichtere Blei sieht man schön als blaue Linie und darüber sieht man jede Nymphe.
***Felchen sind einfach geil***

Benutzeravatar
Alex66
Beiträge: 30
Registriert: 28.05.2015, 18:58
Meine Gewässer: Obersee und Zürichsee
Wohnort: Jona

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von Alex66 »

Hallo Jochen68

Danke vielmals für den Tipp mit dem Fachbuch!
Hab ich mir mal bestellt und in der Felchenpause werde ich studieren.

@ alle - nochmals vielen Dank für die Berichte, die mich sehr zuversichtlich machen, dass es bei mir auch mal klappt.

Grüsse

Alex

Benutzeravatar
Alex66
Beiträge: 30
Registriert: 28.05.2015, 18:58
Meine Gewässer: Obersee und Zürichsee
Wohnort: Jona

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von Alex66 »

Hallo zusammen

nachmals recht herzlichen Dank für eure Empfehlungen und Berichte.
Ich habe nochmals mit den Einstellungen am Gerät experimentiert und mich auch mit der Fachliteratur beschäftigt.
Nun habe ich die Hegene auch auf dem Schirm!

Grüsse und eine gutes Jahr 2018 mit viel Spass auf dem See und schöne Fänge

Benutzeravatar
Buckroger1
Beiträge: 74
Registriert: 24.12.2008, 11:18
Meine Gewässer: Zürichsee Obersee
Wohnort: Kant. Glarus

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von Buckroger1 »

Hallo zusammen,
nach langer Zeit melde ich mich auch wieder einmal im Forum. Anfangs Sommer dieses Jahr konnte ich ein Thoma Speer 600 Boot von einem Fischer am Walensee übernehmen. Leider musste er dieses schöne Hobby aus Gesundheitlichen Gründen aufgeben.
Jetzt wird alles nach meinen Wünschen im Boot eingerichtet. Natürlich kommt auch ein neues Echolot dazu. Habe mich für ein Lowrance Hook 4 GPS entschieden. Beim "Alten Boot" hatte ich ein Humminbird 343c. War mit dem sehr zufrieden gewesen. Wurde mit verkauft beim Boots Wechsel.

Beim Lowrance konnte ich mich bis jetzt nicht so richtig anfreunden. Da auf dem Display immer solche anzeigen kommen. Wenn ich mit dem Boot fahre, kann ich dies noch verstehen, aber bei geankerten Boot und Spiegelglatter See habe ich so meine bedenken. (Siehe Bild)

Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht? Was könnte der Grund sein, dass ich kein richtiges Bild habe?
Bin für jeden Hinweis dankbar. Sorry dass, das Bild Kopf steht. Weis nicht wie ich es ändern kann.

Bild

Besten Dank im Voraus.
Gruss Roger
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
„Geht der Fisch nicht an die Angel, ist an Regen bald kein Mangel.“

Benutzeravatar
mikesch
Beiträge: 7
Registriert: 14.12.2006, 11:01
Meine Gewässer: Chiemsee
Wohnort: Chiemgau

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von mikesch »

Hi,
hast du die Tiefenautomatik eingestellt?
Auch bei spiegelblanker Wasseroberfläche schwoit das Boot, d. h. die Wassertiefe kann schwanken. Wenn du relativ genau in der Tiefe ankerst, in der das Echolot die Anzeigetiefe am Bildschirm automatisch ändert bekommst du so eine Anzeige.
Z. B. es wird bei 20m Wassertiefe der Anzeigebereich umgestellt du ankerst bei 20,1m und das Boot schwoit, d. h. es pendelt etwas an der Ankerstelle, die Wassertiefe ändert sich von 20,1m auf 19,9m.
Fishing isn't a sport, it's a passion!

Gruß
Michael

Benutzeravatar
Buckroger1
Beiträge: 74
Registriert: 24.12.2008, 11:18
Meine Gewässer: Zürichsee Obersee
Wohnort: Kant. Glarus

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von Buckroger1 »

Hallo Mikesch,
danke für die schnelle info. Werde ich am kommende Wochenende mal überprüfen.
„Geht der Fisch nicht an die Angel, ist an Regen bald kein Mangel.“

Benutzeravatar
jochen68
Beiträge: 269
Registriert: 04.10.2015, 09:41
Meine Gewässer: Sauerland-Talsperren
Wohnort: Schwerte

Re: Fragen zum Echolot

Beitrag von jochen68 »

Ich persönlich denke eher, da stimmt von der Hardware was nicht. Ich (langjähriger Lowrance-Nutzer) hatte noch nie eine solche Anzeige, egal ob Fahrt oder stehen. Ich würde mal zuerst den Stecker vom Geber prüfen, ob der richtig am Gerät sitzt bzw. eingerastet und festgeschraubt ist.

Antworten